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Dein Erleben, die Heldenreise...

Die Heldenreise ist eine Metapher, ein mythologischer Entwicklungsweg. Ihr Ablauf folgt einem allgemein gültigen und kulturübergreifenden Schema. Wir alle (er)leben Veränderung und persönliche Entwicklung. Die Phasen der Heldenreise beschreiben, wie diese Entwicklung abläuft. Ob Du allerdings ein Held bist, bestimmst Du selbst, durch Deine Haltung, mit der Du den Pfad des Helden/der Heldin beschreitest. Als Odysseus in den trojanischen Krieg ziehen sollte, weigerte er sich zuerst: Er wollte lieber das ruhige Leben in seinem Königreich Ithaka genießen. Als er, nach vielen Irrfahrten, Abenteuern und Kämpfen, wieder zurückkehrte und seine Heldenreise abschloss, ist er ein anderer Mensch geworden.

Heldenreise

Seine Kämpfe und Abenteuer haben ihn Neues gelehrt und ihn verändert. Er besuchte die Unterwelt, den Hades. Dort erfuhr er vieles über die Welt und die Menschen. Er erwarb neues Wissen und neue Fähigkeiten, die ihm halfen, wieder nach Hause zu finden und sein Königreich zu retten.
Wir können uns sicher sein, dass Odysseus sich nicht immer als Held gefühlt hat. Er gab aber nie auf und kämpfte auch in den gefährlichsten Abenteuern weiter: Das macht ihn zum Helden. Diese Qualität macht jeden Menschen zu einem Helden: Trotz der aktuellen Schwierigkeiten das Vertrauen zu behalten und die eigene Kraft zu leben und weiter zu gehen.
Der Ablauf dieser Reise – mag der Held/die Heldin nun Odysseus oder Inanna heißen, Siegfried oder Jeanne d'Arc – folgt einem allgemein gültigen Schema: Es ist das Schema, wie sich kulturübergreifend Veränderung und Entwicklung vollziehen.





DER RUF

Der Ruf des Abenteuers ist selten eine laute Fanfare. Es sind vielmehr Signale, die zeigen, dass alte Verhaltensweisen und Strategien nicht mehr richtig funktionieren. Sie zeigen, dass der Alltag des Helden sich allmählich verändert. Das Heim wird morsch, die Beziehung langweilig und Unannehmlichkeiten und Konflikten werden mehr. Der Held versteht noch nicht, was geschieht. Er wünscht sich die „gute alte Zeit“ zurück. Der Held fragt sich „Womit hab' ich das verdient?“
Viel später wirst Du die Antwort geben: „Weil ich mich zu lange ausgeruht habe“ oder „Weil ich nicht mehr achtsam war“ oder „Weil ich nicht mehr 'gelebt' habe“ oder … Doch jetzt wird erst der Ruf nach Veränderung lauter, die Zeichen drängender: Aus Deinem Unwohlsein in der Arbeitsstelle wird vielleicht Arbeitslosigkeit, aus körperlichen Beschwerden, wird vielleicht eine Krankheit oder aus der gefühlten Enge eine Sinnkrise.

 

DER AUFBRUCH

Endlich: Der Held entscheidet sich, etwas zu verändern. Es ist seine Hoffnung, dass es mit einer kleinen Änderung getan ist und alles wieder ins Lot kommt. Er beginnt die „kosmetische“ Veränderung mit Zuversicht, sogar einer gewissen Freude. Alte Freunde ermuntern ihn. Sie wollen ja schließlich auch wieder die gute alte Zeit zurück haben.
Aber der erste Schritt auf dem Heldenpfad ist wie ein kleiner Stein, der eine Lawine lostritt. Und da Du nun schon einmal in Bewegung bist, gehst Du weiter, noch einen Schritt und noch einen … Immer in der Hoffnung, dass Du bald wieder zu Hause bist. Doch langsam reift die Erkenntnis, dass mehr von Dir gefordert wird. Einige der Freunde kehren Dir den Rücken, neue Gefährten finden sich, die Dich auf dem weiteren Weg begleiten.

 

DIE SCHWELLE 1

Der Held kommt an die Schwelle zum „unbekannten Land“. Auf der anderen Seite ist das Land der Veränderung, von dem er schon Gerüchte gehört hat. Er weiss, dass er dort seine Mission zu erfüllen hat, dass dort die Lösung seiner Probleme liegt. Und ja, auch ein Held verspürt Furcht. Nicht Angst, denn Angst würde ihn lähmen. Es ist die Furcht vor dem Unbekannten, die ihn vorsichtig macht. Es ist der Respekt vor der Unplanbarkeit des Lebens.
Die Schwelle wird vom Schwellenhüter bewacht, der Dich testet, ob Du auch wirklich bereit bist. In Deinem Alltagsleben sind das vielleicht irgendwelche Bedenkenträger, die Dir abraten weiter zu gehen, vielleicht ist es aber auch die eigene Angst in Dir selbst.
Goethe selbst fordert Dich auf, die Schwelle zu überschreiten:
„Was immer Du tun kannst oder wovon du träumst, es tun zu können, fange es an. Kühnheit birgt Genie, Kraft und Zauberei.“

 

KÄMPFE

Im „unbekannten Land“ wird der Held nun mit vollkommen neuen und unbekannten Situationen konfrontiert. Der Herrscher im „unbekannten Land“, der Schatten, streckt seine Arme nach ihm aus: Die Diener des Schatten attackieren den Helden. Es sind Kämpfe und Auseinandersetzungen vollkommen neuer Art. Oft fühlt sich der Held kurz vor dem Scheitern. Seine Gefährten unterstützen ihn mit Fähigkeiten, die der Held bisher selbst noch nicht entwickelt hat.
Der Mentor ist ein besonderer Ratgeber. Man sagt: Er kommt dann, wenn der Held bereit ist. Der Mentor kennt das „unbekannte Land“ und gibt Dir wertvolle Ratschläge und Unterstützung. Im Laufe der Kämpfe wirst Du stärker und stärker … und das ist auch die Aufgabe und der Sinn dieser Kämpfe: den Helden, Dich, die neuen Regeln zu lehren und stark zu machen. Es ist die Vorbereitung auf das, was noch auf Dich wartet.

 

PRÜFUNG

Die Prüfung ist die Konfrontation mit dem Schatten. Es ist der Höhepunkt der Heldenreise. Der Held stellt sich seinem unbewussten Anteil, denn nichts anderes ist der Schatten: Ein Persönlichkeitsanteil des Helden, abgespalten ins Unbewusste, verbannt in das „unbekannte Land“ und projiziert auf andere Menschen.
Die Aufgabe dieser besonderen Prüfung ist es, die Qualität des Schatten, seine besonderen Fähigkeiten wieder in Dich zu integrieren und zu transformieren, zu einem Teil von Dir zu machen und Dich wachsen zu lassen. Die Qualität, die Du nun erwirbst, kann vielfältig sein: ein neues Wissen oder gar eine neue Weltsicht, vielleicht auch ein neue Flexibilität, die durch das Loslassen veralteter Anschauungen und Gewohnheiten möglich wird oder auch eine konkrete Fähigkeiten, die Dir in Zukunft zur Verfügung steht.

WIDERSTÄNDE

Nach dem Sieg über den Schatten und der Eroberung des Schatzes, steht nun der Heimweg an, der Rückweg in die eigene Welt. Die Diener des Schatten versuchen den Helden immer noch einzuholen. Es ist quasi ein Test, ob der Held seine Lektion auch wirklich gelernt hat.
Aus dem Mut der Verzweiflung, den Du bei den Kämpfen und der Prüfung gespürt hast, wurde der Mut der Gewissheit, der Dir nun hilft, auch Widerstände zu beseitigen und kraftvoll zu agieren. Du triffst nun klare Entscheidungen, wählst klug und verhältst Dich zielgerichtet. Deine Siege erwachsen nun bewusst und klar aus Deiner neuen Stärke und Kraft.

 

DIE SCHWELLE 2

Zum zweiten Mal passiert der Held die Schwelle: Diesmal auf dem Heimweg. Wiederum begegnet er dem Schwellenhüter, der ihn erneut testet. Im Leben sind das vielleicht Menschen, die bereits am Beginn des Abenteuers ihre Bedenken geäußert hatten. Menschen, die nicht wollen, dass ihre Welt sich verändert. Doch der wahre Held, der am Beginn seines Abenteuers diesen Menschen bereitwillig sein Ohr geliehen hat, hört die Bedenken als das, was sie sind: Rufe aus der Vergangenheit.
Du trägst Deine neue Kraft zurück in Deine Welt.

 

RÜCKKEHR

Zurück im eigenen Land ist die Aufgabe des Helden nun, sein Land zu retten und es wieder zur Blüte zu führen.
Indem Du deine neuen Fähigkeiten und Deine neuen Erfahrungen lebst und einbringst, heilst Du Dein Land, Deine Welt und schaffst einen neuen Weg in die Zukunft.

 

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Heldenpfad.com
Jürgen Häußner
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